Präventionsarbeit der Jugendpflege

In der Kriminalprävention gibt es mehrere Ansätze, kriminellen Neigungen der Jugendlichen entgegenzuwirken. Die Jugendpflege in der VG Saarburg verfolgt den Ansatz, positive Entwicklungsbedingungen mit den Jugendlichen zu schaffen, aber auch spezielle Veranstaltungen anzubieten zur Gewalt- und Suchtprävention, die durch Partizipationsprojekte von den Jugendlichen selbst konzipiert und zum Teil auch selbst finanziert werden. Der Kriminalpräventive Rat übernimmt dabei als Netzwerk für die Jugendpflege wichtige Aufgaben :

Der KPR unterstützt die Bemühungen der Jugendpflege eine möglichst breitgefächerte Infrastruktur für Jugendliche anzubieten. So wurden u.a. langjährige Wünsche nach einer Halfpipe für Skater sowie einem offenen Jugendtreff in der Stadt Saarburg realisiert. Insgesamt gibt es in den 16 verbandsangehörigen Gemeinden der VG Saarburg 11 Jugendräume, zwei werden gerade gebaut und einer ist noch in Planung.

Neben fest etablierten Sucht- und Gewaltpräventionsprojekten der Jugendpflege wird jedes Jahr ein Streetballturnier gemeinsam mit der Polizei organisiert unter dem Motto „Fair Play“. Hiermit soll eine spannende und aktive Alternative zum bloßen „Abhängen“ geboten werden. Sinn des Spiels ist es, daß auftretende Konflikte und strittige Entscheidungen durch die Spieler selbst geregelt werden. Deshalb gibt es keinen Schiedsrichter, sondern nur Spielbeobachter, die die Punkte und die Fouls zählen. In den meisten Fällen konnten sich die teilnehmenden Jugendlichen auch selbständig einigen. Es gab aber auch Spiele, bei denen die Spielbeobachter bei Fouls intervenieren mussten, um die Jugendlichen zu einer Konfliktlösung zu bringen. Neben dem Streetballturnier wurden Skaterveranstaltungen und Open-Air-Konzerte organisiert.

Eine weitere Aktion, die mit Unterstützung des KPR durchgeführt wurde, war der Fahrdienst bei Jugendveranstaltungen an Silvester, um so Alkohol am Steuer vorzubeugen. Mangels ausreichender öffentlicher Beförderungsmittel hatten die Jugendlichen eines Jugendclubs die Idee, einen Fahrdienst einzurichten. Sie organisierten Busse und Fahrer. So wurden in vier Jahren über 1500 Personen kostenlos nach Hause befördert.

Arbeitskreis Polizei, Jugendpflege, Verwaltung:

Um die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Jugendpflege und Verbandsgemeindeverwaltung zu optimieren, erfolgt ein regelmäßiges Treffen zum Informationsaustausch. Die Jugendpflege erhält so wichtige Anhaltspunkte, um informelle Treffpunkte aufzusuchen. Des weiteren werden Veranstaltungen, die von Jugendlichen organisiert werden besprochen und gemeinsam mit den Jugendlichen Konzepte erstellt sowie die Jugendschutzbestimmungen durchge- sprochen. Diese Absprachen sind aus dem Blickwinkel der Präventionsarbeit sehr hilfreich, was die Erfahrungen der begleiteten Veranstaltungen belegen.

Die Arbeit des Kriminalpräventiven Rates hat sich für die Jugendpflege als sehr förderlich erwiesen und wird auch in Zukunft intensiv fortgeführt. So wird z.B. als eine der nächsten Aufgaben im Jahre 2004 das Projekt „Easi“ gemeinsam mit dem Kriminalpräventiven Rat und dem Landeskriminalamt durchgeführt. Sinnvoll gestaltete Freizeit ist der beste Weg zur Prävention. Unter diesem Aspekt werden den Schülerinnen und Schülern der 6. Klassen Möglichkeiten zur sinnvollen und attraktiven Freizeitgestaltung aufgezeigt. 

Dekanatsjugendstelle in der Verbandsgemeinde Saarburg

Beatrix Leuk (Dipl. Sozialarbeiterin)