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Geschichte der Ortsgemeinde Serrig an
                            der Saar


Willkommen in Serrig an
                                            der Saar
 Geschichte        

 Gemeindewappen

                                                        von Serrig -
                                                        Geschichte


      
Die
                                                          Saar-Legende
                                                          von den
                                                          Serriger
                                                          Heinzelmännchen Alte und neue Legenden....

Die Heinzelmännchen von Serrig  
 

Im dem Römergrab an der Saar, dem sogenannten "Widdertshäuschen" soll ein ganzes Volk von Berggeistern gewohnt haben. Durch den Vorwitz einer Serriger Bürgerin verschwanden die hilfsbereiten Heinzelmännchen und die Serriger mussten in Weinberg, Wald, Feld und Hof die Arbeit wieder selbst verrichten.
So sind heute noch die Serriger jeden Tag damit beschäftigt, das von den Heinzelmännchen in Mengen aus dem Serriger Wald herangebrachte Holz  zu bearbeiten und zu  hohen Türmen aufzubauen.










"Sagenhaftes"

                                                          aus Serrig..



Urkundliche Erwähnung

Die Prekarieurkunde des Bischofs Eberhard aus dem Jahre 1052.

Die erste Erwähnung von Serrig in einer echten Urkunde stammt aus dem Jahr 1052, als Erzbischof Erberhard einen Tauschvertrag mit dem Grafen Walram von Arlon bekundete. Bei älteren Urkunden wie die vom 1. September 802 Karls des Großen, handelt es sich um eine Fälschung.
Der Inhalt dieser Schenkung dürfte sicherlich einen wahren Kern gehabt haben; d.h. die genannten Orte Zerf und Serrig haben vor der ersten Jahrtausendwende existiert und sind wahrscheinlich noch viel älter, nur – die Nennung zu 802 ist fiktiv: Man griff halt sehr gerne auf Karl den Großen als letzten Guten zurück.
Auch bei einer Bestätigung dieser Urkunde durch Otto I. vom 15.Mai 949 handelt es sich um eine Fälschung.

Wie dem auch sei, Serrig feierte am 28.Juli 2002 „1200 Jahre Serrig“, mit einem historischen Festumzug.

Der Ortsname Serrig

In der fraglichen Urkunde Karls des Großen (802), die in Latein verfasst worden ist, wird Serrig Seviacum genannt .Unterschiedliche Deutungen können auf einen keltische, aber auch auf einen gallo-römischen Namensursprung hinweisen. Im Prekarievertrag des Trierer Erzbischhofs Eberhard mit dem Grafen Walram von Arlon (1052) steht „Serveche“ für Serrig.
200 Jahre später erscheint Serrig im Güterverzeichnis des Trierer Bischofs als „Serviche“ (1147).
Weitere Namensformen aus dem 12. Jahrhundert sind „Sericum, „Serghe“, „Sercha“ und „Seric“.
Andere schriftliche Varianten sind in Urkunden des 14. Jhs. „Seriche“, Servech“ und „Serich“. Mit der letzten Form „Serich“ wäre damit die noch heute lautlich gültige Form erreicht worden.
Die heutige gültige Schreibweise ist „Serrig“.

Serrig hat eine bewegte Geschichte bis in die Neuzeit hinein.
Eine keltisch-römische Vergangenheit, Gründer- und Aufbaujahre, Neubeginn nach dem zweiten Weltkrieg, ehemalige Zollstation, Weinanbau, Halfenwesen, Saarkanalisierung und eine bis heute erhaltene dörfliche Struktur mit einem ausgeprägten Vereinsleben sind weitere Meilensteine der Serriger Ortsgeschichte. Erwähnt sei noch die Landschaft, in die Serrig eingebettet ist, sie gehört zu den schönsten Deutschlands.

Klaus Hammächer beschreibt in der Serriger Ortschronik eindrucksvoll die Entwicklung und Ereignisse von Serrig an der Saar.

Unter dem Titel „Serrig: Landschaft, Geschichte und Geschichten“ wird viel Spannendes auf über 450 Seiten über Serrig, seine Menschen und Kultur erzählt.

(Schriftenreihe Ortschroniken des Trierer Landes – Band 35-Herausgeber Gemeinde Serrig, 2002, Klaus Hammächer u.a.)


Die Chronik der letzten hundert  Jahre in Kurzfassung
Chronik 1902 – 2002 der Gemeinde Serrig
Ereignisse ab 2003....

1902    Bau der ersten Wasserleitung in Serrig.

1903    Baubeginn der Domäne am Schießberg.
Die ersten Weinstöcke werden dort gepflanzt.

1904    Die Schule zählt 69 Kinder (68 kath., 1 ev.).
Weingut Freiherr von Schorlemer im Würtzberg eingeweiht.
Weg im Serriger Bachtal gebaut.

1905    Herr Hansen aus Trier vollendet sine Villa auf dem Saarstein (heute Weingut Schloss Saarstein).
Ein neues Pfarrhaus wird geplant (durch Pfarrer Honnef).
Lehrerin Angela Wagner tritt in den Ruhestand. Sie war die erste Lehrerin in Serrig und hat 33 Jahre hier gewirkt.
Die Domäne, das Gasthaus Bohr und die Kellerei Staadt sind telefonisch mit Saarburg verbunden.

1906    Das alte Pfarrhaus wird abgerissen und das neue bezogen.
Die Fährponte, die bisher Privateigentum des Landesökonomierates Keller in Beurig war, wurde von der Gemeinde für 1900 Mark aufgekauft.
Der Fährmann Angel baut sich ein Haus am Serriger Ufer.
Der Weg zur Fähre wird gebaut.
Die Linges wird gepflastert.

1907    Der Weg zur Domäne wird gekiest und eine Verbindungsstraße von der Königsstraße im Kammerforst zur Domäne angelegt.
Bei einem Gewitter werden zweit Mädchen aus Serrig und Irsch an der Domäne vom Blitz erschlagen.
Serrig zählt erstmals über 1000 Seelen.
Auf Serriger Bann werden erstmals ca. 100 Fuder Wein gemacht.
(1884 nur 10 Fuder)

1909    Im Bereich der Domäne werden den Arbeitern Weinberge und Felder übergeben, um sie dort sesshaft zu machen.

1910    Serrig hat 1200 Einwohner.

1911   Herr Wagner aus Beurig (Schaumweinfabrikant) steigert für 85 000 Reichsmark die Wingertsheck, die in einen Weinberg umgewandelt wird.
Ebenso erwirbt Herr Wagner einen Streifen Land vom Bahnhof bis zu seinem Besitz, um eine Straße und eine Spurbahn zu bauen.

Elektrischer Strom kommt nach Serrig. Die ersten elektrischen Straßenlampen erleuchten das Dorf.

1912    Lehrer Rommelfangen wird zum Hauptlehrer der Serriger Schule ernannt.

1913    Das Haus der Witwe Mohr auf der Hohlgasse wird gebaut.

Sektfabrikant Wagner errichtet seinen Keller auf der Kelterfels (heute Schloss Saarfels).
Im Hirzberg der Herren Stöcker und André (aus Senheim) findet eine erste Rebenanpflanzung statt.
Die ersten Landkäufe für die Straße am rechten Saarufer, die Merzig mit Trier verbinden soll, werden getätigt.

1914    Der Gemeinderat beschließt, für den Bau einer zweiklassigen Schule nebst Lehrerwohnung einen Platz auf Gemein zu erwählen.
Schloss Saarfels wird vollendet.
Am 1.8. Mobilmachung: Beginn des ersten Weltkrieges.

1918    Am 17.9. sterben vierzehn Menschen, 11 Kinder und Jugendliche sowie 3 Erwachsene durch die Explosion einer Fliegerbombe. Ein englisches Flugzeug war am Vorabend des Unglückstages in Serrig abgestürzt. Das brennende Flugzeugfrack verursachte Stunden nach der Bruchlandung das schreckliche Unglück.
Am 3.12. besetzen die Amerikaner Serrig. Sie verordnen, dass Briefe offen zur Post getragen werden und Misthaufen mit grünen Zweigen abgedeckt werden.

1919    Serrig wird durch die Abtrennung des Saarlandes Grenzort und Zollstation.

1921    Der Wein dieses Jahres gilt als der beste seit 1865.
1923    Passiver Widerstand gegen die Franzosen. Eisenbahner und Zollbeamte legen die Arbeit nieder und werden ausgewiesen.
Serriger Separatisten beflaggen die Knabenschule mit der Tricolore.
Nach drei Tagen ist die Fahne verschwunden.
Im Neunhäuser Wald beim Jagdhaus nahe der Eisenkaule werden Ausgrabungen vorgenommen und dabei römische Ziegel und Scherben gefunden. Weitere römische Funde im Volkertsgewann, auf Schadall und auf dem Ehgewann, wo die „Burg“ ausgegraben wird.

1924    56 ha des herrlichen Eichen- und Buchenbestandes der Serriger Gemarkung des Kammerforstes werden durch die französische Besatzungsmacht gefällt und veräußert.

1926    Hauptlehrer Rommelfangen tritt in den Ruhestand. Er unterrichtete 33 Jahre in Serrig. Insgesamt war er 45 Jahre als Lehrer tätig.

1929    Wasserversorgung vom „Kalenborn“ nach Serrig.

1930    Beim Ausbau eines Weges nach Greimerath wird am „Wurzelborn“, wo die alter Römerstraße vorbeiführt, eine römische Kultanlage ausgegraben, die nach ihrer Ausmessung wieder zugeschüttet wurde. Die Funde kommen ins Museum nach Trier.
Die Besetzung des Rheinlandes durch die Franzosen ist beendet.

1931    Das Schloss Saarfels wird öffentlich versteigert und von einer Saarbrücker Bank erworben.
6.000.000 Arbeitslose in Deutschland.

1932    Die Staatliche Weinbaudomäne entlässt einen Teil ihrer Arbeiter.
140 bäuerliche Betriebe in Serrig haben weniger als zwei Hektar Land.
Die Volksschule Serrig zählt 239 Schüler.

1933    Machtübernahme Hitlers.
Die Reichstagswahl vom 5.3. hat in Serrig folgendes Ergebnis:
SPD 14 / NSDAP 155 / KPD 29 / Zentrum 451 Stimmen.
Die neugegründete Ortsgruppe der NSDAP hat 100 Mitglieder in Serrig. Das Luftschiff „Graf Zeppelin“ überfliegt, von Kastel herkommend, Serrig und wird von den Schulkindern jubelnd begrüßt.
Am 7.8. unternimmt die Pfarrgemeinde eine Wallfahrt zur Ausstellung des Heiligen Rockes in Trier.
Anfang März werden alle kommunalen Körperschaften in Deutschland aufgelöst, so auch der demokratisch gewählte Serriger Gemeinderat.
Am 21. Juni vereinigt sich der „Stahlhelm“, der Bund der Frontsoldaten, mit der nationalsozialistischen Bewegung.
Am 1. Juli wird die Serriger Kyffhäuser-Jugendgruppe in die SA überführt.
Die Jugend des Dorfes wird durch die Hitlerjugend und das Jungvolk erfasst. Ungefähr 40 Frauen treten der NS-Frauenschaft bei.
Das ehemalige Halfenhaus an der Saar, eine Gaststätte der Halfen, die mit Pferden die Kähne saaraufwärts zogen bis zum Bau der Eisenbahnlinie Trier-Saarbrücken (1860), wird angekauft und für 140 Arbeitsdienstwillige umgebaut: 40 Abiturienten aus verschiedenen deutschen Landschaften ziehen als erste ein. Sie werden beim Straßenbau von der Lunkert zum Heiligenborn eingesetzt, ferner zur Entwässerung des Schwarzborns, zur Reinigung der Kulturen und Aushebung von Straßengräben. Am 21. Juni übernimmt die NSDAP das Lager. Dieses besteht nur anderthalb Jahre in Serrig. Es wird von hier nach Tawern verlegt.

1935    Am 1. März beendigt eine Volksabstimmung im Saarland den Status Serrigs als Grenzort.
Das Amt des Ortsgruppenleiters der NSDAP wird durch Wahl mit dem des Gemeindebürgermeisters in einer Person vereinigt.
Serrig bekommt die ersten K.d.F. (Kraft durch Freude)-Urlauber aus Pommern.

1936    Am 7. März kommt es zur Aufhebung der entmilitarisierten Zone im Rheinland.

1937    Am 1. Juni erfolgt die Gründung eines NSV-Kindergartens.
Dieser ist zunächst in der Bahnhofswirtschaft untergebracht.
Am 1. August wird eine Gemeindestation der NS-Schwesternschaft gegründet. Sie ist die erste im Kreis Saarburg.

1938    Am 12. Juni findet die Grundsteinlegung eines Staatsjugendheimes im „Bungert“ an der Römerstraße statt. Das Gelände wurde zuletzt als Schulgarten benutzt.

1939    Am 1.9. Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Angriff auf Polen und der Kriegeserklärung Frankreichs und Englands am 3.9.
Am 1.9. Beginn der Räumungsaktion in der Roten Zone B (Westwallgürtel): Die Serriger Bevölkerung wird in den Raum Kassel evakuiert. Rückkehr noch vor der Wein- und Kartoffelernte.
Am 1.9. beziehen deutsche Truppen Posten an den Orten des Westwalls. Sie besetzen die Westwallbunker.
1940    Französisches Kriegsgefangenlager in Serrig, das 1943 zum Lager für französische Zivilarbeiter umfunktioniert wird. Fremdarbeiter bewohnen das Gesindehaus im Bereich der Staatsdomäne („Walachei“), vorwiegend Russen, Polen und Franzosen. Sechs jüdische Frauen arbeiten als Pendlerinnen, von Trier kommend, mit dem Judenstern gekennzeichnet, bis 1943 im dortigen Weinberg.

1941    Das Winterhilfswerk sammelt Wollsachen für Soldaten in Russland.
Versorgungsprobleme nehmen zu.

1943    Der Kreis Saarburg wird im März zum Kriegsgebiet erklärt.

1944    Fliegerangriffe auf Orten im Grenzgebiet.
Am 6.6. landen die Alliierten in der Normandie.
Hitler befiehlt am 20.08. die Besetzung des Westwalls.
Evakuierung des Serriger Lagers.
Im November kommt es zur Bildung des Volkssturms (daheim gebliebene Männer zwischen 16 und 60 Jahren).
Im November erfolgt die zweite Evakuierung der Serriger Bevölkerung auf den Hunsrück, wo der Frontübergang erlebt wird.

1945    Am 21.2. erreichen die Amerikaner die Saar. Im Schutz des Nebels überqueren sie bei Hamm den Fluss und steigen durch das sog. „Rennpfädchen“ in Richtung Höcker aufwärts, wo sie den Bunker an der „Schönen Aussicht“ nehmen. Von dort kommen sie über den Hütt nach Serrig.
Am 22.2. treffen sie im Morgengrauen in Serrig ein und nehmen dann – teils im Nahkampf – die einzelnen Bunker. Gleichzeitig setzen sie in Staadt mit Sturmbooten über die Saar und rücken zum Bahnhof vor. Sie schlagen dann bei Staadt eine Brücke auf, über die der Nachschub rollt.
Der Kampf fordert in Serrig 74 Tote, darunter auch 4 Frauen. Etliche Häuser werden beschädigt bzw. zerstört. Am Abend ist Serrig erobert.
Am 9.5. erfolgt die Kapitulation der Deutschen Wehrmacht.

1946    Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl.
Peter Nossem wird zum Bürgermeister gewählt.
Volkszählung: 306 Haushaltungen, 237 Häuser,
1257 Einwohner (536 m.,731 w.)

1947    Hungerjahr

1947/48    Stärkstes Hochwasser seit 2 Jahrhunderten. Häuser am Friedhof (Schmidt, Kirf, Hauser) müssen geräumt werden.

1948    Zollgrenze zum Saargebiet; im Oktober an der deutsch-saarländischen Grenze Zollamt eingerichtet; Zollabfertigung am Bahnhof Serrig: Zoll- und Devisenkontrolle; alle D-Züge halten in Serrig.
Auszahlung des Kopfgeldes der neuen Währung (40 DM für 60 RM) im Lokal Wagner.
Serrig hat 325 Haushaltungen und 1325 Einwohner.
Pfarrer Bisenius, von 1929 bis 1947 in Serrig, gestorben. Nachfolger wird Dr. Paul Ludwig († 1953).
Am 21.12. brennen zum ersten Mal die Straßenlampen.
Hauptlehrer Ferger gestorben.
Gemeinderatswahl: Peter Nossem wird wieder gewählt.
Verpachtung des der Gemeinde Serrig gehörenden Steinbruchs am Tabener Bahnhof (Serriger Hartsteinbetrieb).
Beginn der Kanalisation in der Hauptstraße.
Bahnhofshotel renoviert und wieder eröffnet.
Überreichliche Bucheckerernte (10-12 Ztr., Leseverbot im Kammerforst; für 8-9 Pfd. Bucheckern gab es 1 Liter Öl).
Wahlergebnisse vom 14.11.:
Amtsvertretung Saarburg-Ost: CDU 74/Freie Liste 291
Kreistagswahl: CDU 131/SPD 30/ KPD10/Freie Liste 174

1949    Wahl zum ersten Bundestag: Wahlberechtigte 862, abgegebene Stimmen 644, ungültige 50; CDU 351/ SPD 59/ FDP 141/ KPD 40

1950    Kreisfeuerwehrfest
Einweihung der neuen Volksschule am 16.01.: Früheres Staatsjugendheim wird zur Schule ausgebaut und als schönste Schule des Kreises ausgezeichnet.

1951    Landtagswahlen am 29.04.: Stimmberechtigte 925, abgegebene Stimmen 628, ungültige 61; CDU 281/ SPD 101/ FDP 128/ KPD 15/ DRP 2/ Notgemeinschaft 1/ Zentrum 20
Serrig hat 1362 Einwohner und eine Fläche von 1759 ha, 283 landwirtschaftliche Betriebe, 86,55 ha Weinberge, 961,46 ha Wald.
Amtsbürgermeister ist Adolf Kratz aus Wiltingen. Der Amtsbezirk Saarburg-Ost hat 11 Gemeinden.
Römisches Brandgrab bei Bauarbeiten „auf Gemein“ freigelegt.
Volksschule hat 4 Lehrpersonen.
Errichtung einer Warmwasserbadeanstalt in der Schule.

1952    Serrig hat 60% Arbeiteranteil.
63 ha Ackerland werden für französische Militäranlagen beschlagnahmt.
Kleinlandwirte fordern Entschädigungen.
Aufführung „Jedermann“ von Hugo von Hofmannstal durch Laienspielschar. Aufführung von „Claudia oder der Verrat der Wasserquelle“ von Lehrer Rommelfangen durch Theatergruppe des Sportvereins.
Gemeinderatswahl am 9.11.: CDU 246/ FDP 78/ Wählergruppen 591
Bürgermeister wird Matthias Leineweber.

1953    Hauptlehrer Nachtwey am 19.08. verabschiedet.
Lehrer Repplinger übernimmt die Leitung der Volksschule.
Pastor Kirstein kommt nach Serrig.
Bundesverdienstkreuz für Susanne Neisius.

1954    50-jähriges Jubiläum des Musikvereins.

1955    Landtagswahl am 15.05.: CDU 430/ SPD 144/ FDP 85/ KPD 8/ BHE 15/ BdD 5/ DLV 3/ FWG 12
Schüleranzahl: 170

1956    Schüleranzahl: 179

1957    Dorfplatz im Ortszentrum neugestaltet.

Beginn der Partnerschaft Serrig-Preetz.

1958    Nach Bürgermeister von der Lahr wird Eduard Michels zum Gemeindevorsteher gewählt.
Lehrerin Albert nach 20 Jahren Schuldienst in Serrig verabschiedet.
Amtseinführung von Hauptlehrer Berthold Adam.
Plan einer Gesamtkanalisation der Gemeinde mit Kläranlage in Kirten.
Petersplatz als Dorfplatz fertiggestellt.
„Karmuth“ wird Neubaugebiet.

1959    Heinz Rommelfangen wird Bürgermeister.
Brand in der Nähe des Weingutes v. Schorlemer und im Ehgewann.
Lehrerdienstwohnung in der Martinusstraße gebaut.
Bundesverdienstkreuz für Margareta Lauer.

1960    H. Rommelfangen wieder zum Ortsbürgermeister gewählt.

1961    Bundestagswahl am 17.09.: Wahlberechtigte 992, abgegebene Stimmen 851, ungültige 44; CDU 525/ SPD 205/ FDP 66/ GDP 5/ DFU 2/ DG 0/ DRP 4 (Erststimmen).
1962    Goldenes Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr.

1963    Amtseinführung von Pastor Mörriger.
Baugelände (69 Baustellen) „Vorm Würzberg“ erschlossen.

1965    Einweihung der neuen Volksschule.
Beginn der Partnerschaft Rémelfang/Lothringen-Serrig durch Pastor Mörriger.

1966    Einstellung der Tankstelle in Serrig vor dem Frisörladen Loch.

1967    Einweihung des Kindergartens, 90 Kinder angemeldet.
Pastor Franz-Josef Wolff eingeführt.
Glockenturm der Pfarrkirche enthält neues Dach mit Kreuz und Wetterhahn.
Abriss der alten Mädchenschule im Oberdorf im Zuge des Straßenausbaus der K139.

1968    Jugendschola von Karl Leineweber und Pastor Wolff ins Leben gerufen.
Friedhofskapelle (Leichenhalle) am Volkstrauertag eingeweiht.

1969    20. Stiftungsfest des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr.
50 Jahre Turn- und Sportverein; Sportplatz seiner Bestimmung übergeben.
H. Rommelfangen als Bürgermeister wieder gewählt (seit 1959).

1970    Jahrhunderthochwasser an Saar und Serriger Bach durch hohe Niederschläge innerhalb kurzer Zeit. Wasser beschädigt Brücke und Häuser in der Bachstraße. Zug entgleist unterhalb der Würtzberglage durch Erdrutsch.
Neubau der Kreissparkassen-Zweigstelle in der Ortsmitte (ehemaliges Haus Seer).

1971    Renovierungsarbeiten an der Pfarrkirche abgeschlossen.
1. Serriger Wein- und Heimatfest.

1972    Serrig erwartet von Saarkanalisierung Brücke über die Saar.
10-jähriges Bestehen des Männergesangvereins.

1973    Wolfgang Löcherbach übernimmt mit Jahresbeginn die Dirigentenschaft des Kinder- und Jugendchores.
Ehemalige Sandgrube „Heidknepp“ als Mülldeponie der Gemeinde aufgehoben.
Erschließung des Wochenendhausgebietes in der „Lunkert“.
Parkplatz am Friedhof angelegt.

1974    70-jähriges Jubiläum-Musikverein.
Erstmals Saarburger Wasser: Wasseranschluss durch den Kammerforst.

1975    Kirchturm in Kirten wird renoviert.
Kriegerehrenmal erneuert.
Schulträgerschaft bleibt laut Genehmigung der Bezirksregierung weiterhin bei der Gemeinde Serrig.
Stieleiche auf dem Friedhof als Naturdenkmal unter Schutz gestellt.

1976    Irmgard Loch wird neue Saarweinkönigin.
Straßenlampen brennen auch nachts.

1977    Schuldacherneuerung.
25. Jubiläum des Spielmannszuges.
Saarkanalisierung: Beginn der Arbeiten.
Abriss des Halfenhauses.
Alter Turm auf dem Friedhof renoviert.

1978    Umgestaltung des Friedhofes.
Alte Linde gefällt.
Neuer Jugendraum im Kindergarten eingerichtet.

1979    Hochwasser in Serrig.
10-jähriges Bestehen des Jugendchores.
75-jähriges Jubiläum des Musikvereins.
50 Jahre Winzerverein.
60 Jahre TuS Serrig.
Offizielle Einweihungsfeier des neuen Clubraumes – Verein für Freizeitgestaltung.
Gründung des Angelsportvereins.
Christa Zehren Saarweinkönigin.
Hermann Josef Repplinger feiert Primiz in Serrig (nach 72 Jahren wieder ein Priester aus Serrig).

1980    Haus „Sorg“ am Friedhof abgerissen, Straße erweitert.
Gemeinde- und Parkplatz an der „Battesmühl“ (Baptistmühle) gestaltet.
Unser Dorf soll schöner werden / 2. Platz in der Hauptklasse.
Baubrücke über die Saar errichtet.
Fährbetrieb eingestellt (seit 1921).

1981    25 Jahre DRK-Zug Serrig.
Josef Kirf aus Serrig erhält Bundesverdienstkreuz am Bande für den Dienst am Bürger. Auszeichnung für alten Fährmann.
Fast 60 Jahre tat er seinen Dienst.

1982    Partnerschaft zwischen Serrig und Charbuy besiegelt.
An Silvester Banküberfall auf KSK Zweigstelle Serrig: Bankräuber erbeuten 168 000 DM. (Dieb wird später gefasst.)
Abriss und Neubau des Jagdhauses Neunhäuser.

1983    Einweihungsfeier für das neue Ehrenmal.
Schullandheim Serrig wird offiziell eingeweiht.

1984    VHS-Leiter Stein nach drei Jahrzehnten tätig verabschiedet.
Ungewissheit über die Staatsdomäne Serrig.
Verkauf der Staatsdomäne.
Staustufe Serrig geflutet.
Gemeinderat befürwortet Bauvoranfrage der Lebenshilfe zur Einrichtung einer Behinderten-Werkstatt.
Neues Feuerwehrgerätehaus.
80-jähriges Bestehen des Musikvereins.
H. Rommelfangen 25 Jahre Ortsbürgermeister von Serrig.

1985    Baugebiet in den Dörrwiesen „Großbaustelle“.
Teilstilllegung (ca. 10 ha) der Weinbergsflächen der Domäne in „Bornef“, von 34 ha bleiben 24 ha erhalten.

1986    Enthüllung einer Partnerschaftsplastik in Serrig: Jumelage Serrig-Charbuy.
Fischsterben mit verheerendem Ausmaß: Einleitung giftiger Chemikalien im Saarland vermutlich Auslöser.
Wehrbrücke bei Serrig dem Verkehr freigegeben.
Neue B51 verbindet Saarland und Rheinland-Pfalz.
Umwidmung der L 138 (Martinusstraße) in eine Gemeindestraße mit Eisenbahnüberbrückung.

1987    30 Jahre Freundschaft Preetz-Serrig.
MGV Harmonie feiert 25-jähriges Jubiläum.
Staustufe Serrig in Funktion.
Heimat- und Wanderverein gegründet.
Bundesverdienstkreuz für Gerhard Steimer.
Lebenshilfe bekommt eine landwirtschaftliche Außenstelle auf ehemaliger Staatsdomäne Serrig: Baubeginn im September.
Brückenbesetzung: Jugendliche aus Serrig und Kastel-Staadt demonstrieren gegen Abriss der Baubrücke.
Baubrücke über die Saar wird demontiert.
Eröffnung des Saarkanals.
Erstes Schiff auf der Saar von Dillingen bis Konz: Es handelt sich um die „Mosel“, ein Messschiff mit Echolot, das die Tiefe vermisst.
Erstmals befährt ein größeres Fahrgastschiff die kanalisierte Saar: die „Stadt Saarburg“. Das erste Fahrgastschiff die „Saarburg“ wird von Mariette Houy getauft: Saarschifffahrt eröffnet.
Inbetriebnahme des Saarwasserkraftwerkes Serrig: Kraftwerk kann 35.000 Menschen versorgen.
Bürgerversammlung zum Thema „Dorferneuerung“.
Tennisgebäude in Serrig wird in Eigenleistung gebaut.
Ortsbürgermeister Rommelfangen für 35-jährige kommunalpolitische Tätigkeit ausgezeichnet.
Raiffeisenlager mit Dreschmaschinenschuppen wird zu einer Autowerkstatt umgebaut mit Unterbringung der Volksbankfiliale.
1988    Gemeinderat verabschiedet Dorferneuerungskonzept.
Zum 150. Male jährt sich die Einweihung der Klause von Kastel. Das Werk Schinkels sollte die letzte Ruhestätte für Johann von Luxemburg sein.
Bundesverdienstkreuz für Heinz Rommelfangen.
Fest- und Feierplatz sowie Mehrzweckgebäude des Serriger Sport- und Freizeitzentrums eingeweiht. Erster Spatenstich für Hofgut Serrig.
Schulleiter Bernhard Wallrich tritt nach 42-jähriger Dienstzeit in den Ruhestand, Nachfolgerin wird Frau Christel Hammächer.

1989    Freie Bürgerliste Serrig gegründet.
Hofgut Serrig feiert Richtfest, Rohbau von zwei Ökonomiegebäuden fertig gestellt.
Kindergartenspielplatzerneuerung durch Eigenleistung der Eltern und Materialbeschaffung der Gemeinde.
H. Rommelfangen legt Amt des Ortsbürgermeisters wegen Krankheit nieder.
Gerhard Steimer zum kommissarischen Ortsbürgermeister ernannt.
200 Jahre Kirchchor St. Martinus Serrig: Festkonzert.
Verabschiedung von H. Rommelfangen als langjähriger Ortsbürgermeister: nach 30 Jahren in den Ruhestand getreten.
Hans Werner Jäger als Bürgermeister in sein Amt eingeführt.
Verkauf der Staatsdomäne Serrig.
B51 verläuft an Serrig vorbei (Umgehungsstraße).
Verkauf von gemeindeeigenem Steinbruchgelände an die Fa. Düro, Saarhausen.

1990    Weinbaudomäne wird unter Denkmalschutz gestellt.
Abriss des Güterschuppens am Bahnhof und Rückbau des 4. Gleises.
Sturm „Wiebke“ zerstört Kammerforst. Holznasslagen an der Staustufe. Mainzer Abgeordnete besuchen Hofgut Serrig.
Frühlingsfest auf dem Hofgut.
Serrig feiert sein 20. Wein- und Heimatfest.
Schiffsanlegestelle eingeweiht.

1991    Seit Jahren ist wieder Eis auf der Saar zu sehen.
Richtstrauß über dem Werkstattgebäude der Lebenshilfe.

1992    Gedenkfeier zum 100. Geburtstag von Anna Droste-Lehnert, einer gebürtigen Serrigerin: Begründerin der Heimweberei in Schalkenmehren.
Bundesverdienstkreuz für Bernhard Wallrich.
Neuer Dorfbrunnen in Serrig.
25 Jahre Kindergarten in Serrig.
Offizielle Einweihung der Lebenshilfe-Zweigstelle „Hofgut Serrig“.
10 Jahre Partnerschaft Serrig-Charbuy.

1993    Hochwasser an der Saar.
Zugefrorene Saar bei der Staustufe Serrig.
Serrig hat 1.467 Einwohner.
10 Jahre Schullandheim Serrig: 70000 Übenachtungen.
Serrig erhält die neue Postleitzahl 54455.
Ortsbürgermeister a. D. Heinz Rommelfangen zum Ehrenbürger ernannt.
90 Jahre Musikverein Serrig.
75 Jahre TuS Serrig.
Generalisierung der Pfarrkirche von außen: neue Dacheindeckung und Sandsteinsanierung.
Renovierung der alten (ersten) Schule neben der Kirche zu einem Büro.

1994    Freiwillige Feuerwehr feiert 100-jähriges Bestehen.
Am gleichen Tag Großfeuer auf dem Hofgut Serrig.
Ortsgemeinderatswahlen: SPD 28,3%/ CDU 36,2%/ FBL 35,3%/
Franz-Josef Neises von der Freien Bürgerliste wird zum ersten Mal durch Urwahl zum Ortsbürgermeister gewählt.
Pastor Franz-Josef Wolff verlässt Serrig.
Bahnhofsgebäude veräußert und als Lokal „Alter Bahnhof“ umgebaut.

1995    Anhörungs- und Erläuterungstermin im Zusammenhang mit der Flurbereinigungsmaßnahme.

1996    Schloss Saarfels in Konkurs.
Sektkellerei Schloss Saarfels verkauft.
Nach eineinhalbjähriger Vakanz wird Pastor Klaus Feid als Seelsorger eingeführt.
Großbrand im Werkstattgebäude des Hofgutes Serrig.
100-jähriges Jubiläum der neuen Pfarrkirche Serrig.
Serriger Weihnachtskrippe teilweise durch Brandstiftung vernichtet.

1997    Renovierung der Kirche innen: Anstrich und neuer Krippenstandort in der alten Sakristei.
15 Jahre Jumelage Serrig-Charbuy.
1. Platz in der Hauptklasse des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“.
Kindergartenumbau mit neuem Gemeindesaal.
Erneuerung des Sportplatzes.

1998    Kinderspielplatz im Seiftweg fertig gestellt.
Besitzübergang der Landabfindung im Zuge der Flurbereinigung.
Umbau der ehemaligen Kläranlage zur Pumpstation und Anschluss über eine Verbindungsleitung zur Kläranlage nach Ayl.

1999    Wahl des Ortsgemeinderates am 13.06.:
SPD 20,7%/ CDU 34,9%/ FBL 44,2%.
Franz-Josef Neises wieder zum Ortsbürgermeister gewählt.

2000    Umlegungskosten für das Neubaugebiet „Hinter Erl“ festgelegt.

2001    Ausbau der Gemeindestraßen: Losheimer (Karmuth), Martinusstraße (Seitenstraße), Simonsgasse, Seitengasse zur Brennerei Hauser.
Historische Feldbahn aus dem Weinberg der ehemaligen Staatsdomäne (Feuriger Elias) als Hofgutbahn mit neu errichtetem „Bahnhofsgebäude“ in Betrieb genommen.
Einbruch in der Pfarrkirche und Diebstahl wertvoller Figuren und sakraler Gegenstände.
Volksbank im ehemaligen Café Meier untergebracht.

2002    20 Jahre Jumelage Serrig-Charbuy.
40-jähriges Jubiläum des Männergesangvereins.
50-jähriges Jubiläum des Spielmannszugs.
Der Winzerverein wird geschlossen.
1.200-Jahrfeier.

(Schriftenreihe Ortschroniken des Trierer Landes – Band 35-
Herausgeber Gemeinde Serrig, 2002, Klaus Hammächer u.a.)



2004    Wahl des Ortsgemeinderates am 13.06.2004
SPD 18,7%/ CDU 34,0%/ FBL 47,3%.
Franz-Josef Neises wieder zum Ortsbürgermeister gewählt.
100-jähriges Jubiläum des  Musikverein.
Schließung der Postfiliale.

2006    Beendigung Ausbau Hauptstraße mit Einweihung der neuen Ortsdurchfahrt. Errichtung eines neuen Wegkreuzes in der Nähe der K139, oberhalb der Abzweigung zum Bachtal.

2007    Einweihung der Charbuyer Straße im Neubaugebiet Erlenbungert 1.Offizielle Eröffnung des neuen Bolzplatzes.
Installation Kunstwerk "Urelement Luft" am Ortseingang.
Abriss des ehemaligen Winzerkellers.
Restauriertes Altarkreuz am neuen Standort Bahnhof/Saarstraße.
Vereinsjubiläum 80 Jahre RV "Frei Weg " Serrig.

 



KHBruxmeier2008  


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