Großbrand im Verwaltungsgebäude

Großbrand im Verwaltungsgebäude
Einsatz der Feuerwehr verhindert eine noch größere Katastrophe


Bilduntertext: Dachstuhl des Verwaltungsgebäudes im Vollbrand

Am 19. August wurde die Feuerwehr um 18:46 Uhr alarmiert. Die Einsatzmeldung lautete Rauchbildung im Dach der Verbandsgemeindeverwaltung in Saarburg. Die Feuerwehren waren nur wenige Minuten nach der Alarmierung vor Ort. Kurze Zeit später kam es zum Durchzünden und der komplette Dachstuhl des Verwaltungsgebäudes stand in Flammen. Der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Saarburg, Bernhard Hein, erkannte unmittelbar die Gefahr eines Übergreifens auf die nahe stehenden Gebäude des Buttermarktes und löste Großalarm aus.
Die Polizei sperrte in kürzester Zeit die Brandstelle ab und ließ den Parkplatz Boemundhof und den vollbesetzten Buttermarkt räumen, so dass die eintreffenden Feuerwehrfahrzeuge die Einsatzstellen anfahren konnten.
Das Feuer war nur von oben zu bekämpfen, so dass insgesamt fünf Drehleiterfahrzeuge eingesetzt werden mussten. Die Drehleiter aus Saarburg war bereits vor Ort, nach kurzer Zeit trafen weitere Drehleitern aus Konz, Trier, Mettlach und Merzig ein. 
Neben der Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz wurden Leitungen aus der Leuk und der Saar aufgebaut.
Insgesamt waren rund 200 Feuerwehrfrauen und -männer im Einsatz, die mit massivem Wassereinsatz ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude des Verwaltungstraktes und des Buttermarktes verhindern konnten.
Gegen 20 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und gegen 22 Uhr gelöscht. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den Morgen.
Unterstützt wurden die Feuerwehren vom THW Saarburg und dem DRK Ortsverband Saarburg.  
Gleichzeitig mit der Feuerwehr war auch Bürgermeister Jürgen Dixius am Brandort. Kurze Zeit später waren auch der Kreisfeuerwehrinspekteur Christoph Winkler und Landrat Günther Schartz vor Ort.
„Wir zollen allen Einsatzkräften aus den Verbandsgemeinden Saarburg, Konz, Kell am See, der Stadt Trier und dem benachbarten Saarland, dem THW, dem DRK und der Polizei unseren großen Respekt für den schnellen und professionellen Einsatz, der Schlimmeres verhindert hat“, so Dixius.


Die Verwaltungsräume im Altbau sind nicht mehr nutzbar

Bilduntertext: Völlig zerstörter Dachstuhl des Verwaltungsgebäudes

Der Bau des denkmalgeschützten Warsberghauses geht bis in 13. Jahrhundert zurück. Die Grundmauern des heutigen Verwaltungstraktes entstanden im 16. Jahrhundert.
Die Außenmauern sind teilweise über einen Meter mächtig. Die Zwischendecken bestehen aus Holzbalken, die mit einem Lehm-/Stohgemisch ausgekleidet sind. Durch den massiven Wassereinsatz zur Brandbekämpfung sind die Lehmfüllungen aufgeweicht und teilweise herabgefallen. Das Gebäude kann nicht mehr betreten werden, da die Stabilität der einzelnen Zwischendecken nicht mehr gewährleistet werden kann. Rund 30 Büros und das Trauzimmer sind nicht mehr Nutzbar.
Am Montag sicherte das THW zusammen mit der Feuerwehr und einem Saarburger Zimmereibetrieb den historischen Giebel im Innenhof. 
Bereits Dienstag waren Gutachter vor Ort und mit der Gebäudeversicherung wurden die ersten Maßnahmen abgestimmt.
Zwischenzeitlich wurden von dem verbrannten Dachstuhl die Teile abgeräumt, die herunterzufallen drohten. Ein Statiker hat das Gebäude begangen und Abstützungsmaßnahmen festgelegt, die am 27. August installiert werden. Danach werden die Büros durch eine Fachfirma ausgeräumt.
Entlang der Straße Schlossberg ist bereits ein Gerüst aufgestellt und eine Übertunnelung der Straße aufgebaut, so dass die fußläufige Verbindung zum Wasserfall wieder gegeben ist.
Im Dachstuhl gelagerten Akten sind größtenteils verbrannt. Historisch wertvolle Akten waren hier  nicht gelagert. Es handelt sich vielmehr um Papiere, die nach Abschluss der Verwaltungsvorgänge noch einige Jahre aufbewahrt werden müssen, bevor sie dann regelmäßig geschreddert werden. 
Der Serverraum der EDV, das Herzstück der Verwaltung, war in einem Gewölbekeller mit meterdicken Decken installiert. Die Server haben den Brand unbeschadet überstanden und sind bereits in einem anderen Gebäude funktionstüchtig wieder aufgebaut.
Als Brandursache gehen die Brandermittler der Polizei von einem technischen Defekt aus. Der Gesamtschaden ist noch nicht zu beziffern. Gutachter nehmen derzeit die Schäden auf.
Schon in der Brandnacht suchte Bürgermeister Jürgen Dixius nach Ersatzräumen, um möglichst schnell wieder allen Verwaltungsmitarbeitern einen Arbeitsplatz zu organisieren.
Am Dienstag,  21. August, wurden die 110 Verwaltungsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Lage informiert und die Raumlösungen präsentiert. Bürgermeister Dixius betonte weiter, dass die bevorstehende Verbandsgemeinderats- und Bürgermeisterwahl termingerecht am 14. Oktober stattfindet. Auch die beschlossene Fusion mit der Verbandsgemeinde Kell am See wird zum 1. Januar 2019 umgesetzt. 
    

Verbandsgemeindeverwaltung nach Brand bald wieder einsatzfähig


Bilduntertext: Neues Bürgerbüro am Fruchtmarkt

Durch den Dachstuhlbrand im Gebäude der Verbandsgemeindeverwaltung Saarburg und die damit verbundenen Wasserschäden war der Dienstbetrieb der Verwaltung in den vergangenen Tagen nur äußerst eingeschränkt möglich. Auch die nicht vom Brand betroffenen Räume waren durch den Ausfall der Elektroversorgung sowie der EDV vorübergehend nicht nutzbar. Inzwischen wurde in der Kürze der Zeit alles Machbare unternommen, um den Dienstbetrieb möglichst zeitnah wieder aufnehmen zu können. 

Ein Notbüro für das Standesamt wurde direkt zu Beginn der Woche für dringende Beurkundungen im Kreiskrankenhaus Saarburg (Raum E 018) eingerichtet. Dieses Büro ist weiterhin an Werktagen besetzt in der Zeit von 9 bis 15 Uhr. Für die an Fristen gebundene Abgabe von Wahlunterlagen wurde ein Büro in Zimmer 38 im Nebengebäude der Verbandsgemeindeverwaltung (VG-Kasse) eingerichtet. 

In den kommenden Wochen wird die Verbandsgemeindeverwaltung in fünf verschiedenen Gebäuden untergebracht und so wieder einsatzfähig sein: Das Bürgerbüro und das Ordnungsamt werden in die Stadtmitte verlegt und sind in Kürze unter der Adresse „Am Fruchtmarkt 2 - 4“ erreichbar. Das Standesamt und Gewerbeamt sind demnächst im Nebengebäude der Volksbank Saarburg, Graf-Siegfried-Straße 34, zu erreichen. Die Verbandsgemeindeverwaltung wird rechtzeitig über den Umzug des Standesamtes vom Krankenhaus in die Volksbank informieren. Die Behördenleitung mit Bürgermeister Jürgen Dixius, der Büroleitung, dem Personalamt, der Pressestelle und dem Sitzungsdienst, dem Bereich Wahlen und dem Beitragsreferat befinden sich künftig im Nebengebäude „Am Schlossberg 3“ (frühere Kfz-Zulassungsstelle). Die Verbandsgemeindewerke sind am Standort „Im Blümchesfeld 13“ (ehemaliges Justizausbildungszentrum) untergebracht und arbeiten dort bereits wieder.

Die übrigen Bereiche mit Bauamt, Sozialamt, Schulamt und Verbandsgemeindekasse sind wie bisher in dem vom Feuer verschonten Teil des Verwaltungsgebäudes Schlossberg 6 untergebracht. Dort befindet sich künftig auch die Poststelle der Verwaltung. Da der Briefkasten der Verwaltung am Haupteingang aus Sicherheitsgründen nicht erreichbar ist, wurde ein neuer Hauptbriefkasten am Nebengebäude (Nebeneingang VG-Kasse) eingerichtet. 

Soweit die EDV-technische Umsetzung und die Lieferung der Büroeinrichtungen keine unerwarteten Probleme bereitet, werden alle genannten Bereiche der Verbandsgemeindeverwaltung voraussichtlich spätestens Ende der kommenden Woche voll funktionsfähig sein.

Die Verbandsgemeindeverwaltung bittet um Verständnis für die aufgrund des Großbandes eintretenden Probleme, Verzögerungen und Kontaktschwierigkeiten. Die Verantwortlichen freuen sich, den Bürgerinnen und Bürgern dennoch innerhalb kurzer Zeit wieder eine funktionierende Verwaltung anbieten zu können. Da vorerst noch Rückstände aufgearbeitet werden müssen, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dankbar, wenn weniger dringende Anliegen nach Möglichkeit erst zu einem späteren Termin an sie herangetragen werden.

Der besondere Dank von Bürgermeister Dixius und der gesamten Verbandsgemeindeverwaltung gilt der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, dem Deutschen Roten Kreuz, der Polizei und allen an der Brandbekämpfung beteiligten Stellen für den hervorragenden und professionellen Einsatz, der sicher auch Schlimmeres verhindern konnte. Der Bürgermeister und sein Team bedanken sich außerdem für die Hilfsangebote anderer Behörden, Firmen und Privatpersonen. Ein besonderer Dank gilt dabei auch der ADD Trier, der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, der Sparkasse Trier-Saarburg und der IHK Trier für die zur Verfügung gestellte Büroausstattung. Hervorgehoben wird aber auch das Engagement der Energie- und Telekommunikationsanbieter und deren Mitarbeiter, des eigenen Personals und insbesondere der hauseigenen EDV-Abteilung, das in entscheidendem Maße dazu beiträgt, dass die Verbandsgemeindeverwaltung trotz der sehr schwierigen Situation schnell wieder arbeitsfähig sein kann.