Gut besuchte Auftaktveranstaltung

Erster Workshop Mitte April: Auf großes Interesse ist die Auftaktveranstaltung zum Erstellen eines Hochwasserschutzkonzeptes für die Verbandsgemeinde Saarburg am vergangenen Donnerstag, 22. Februar, im Saal Schlossberg (Sitzungssaal) der Verbandsgemeindeverwaltung gestoßen. Etwa 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter der Feuerwehren, politischer Gremien, des Technischen Hilfswerks und von Behörden und Institutionen waren der Einladung der Verbandsgemeinde Saarburg gefolgt. In genau einer Stunde erhielten die Zuhörerinnen und Zuhörer an diesem Abend gebündelte Informationen zu den Hintergründen, dem Ziel des Hochwasserschutzkonzeptes sowie zur Vorgehens- und Verfahrensweise. Dabei stand der Aspekt der aktiven Bürgerbeteiligung beim Erstellen dieses Konzeptes im Vordergrund.

Ministerialrat Ralf Schernikau, beim rheinland-pfälzischen Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten zuständig für den Hochwasserschutz in Rheinland-Pfalz, lieferte mit Hilfe eindrucksvoller Fotos, Zahlen und Daten den Einstieg und einen Überblick in die Thematik. Dabei kamen die beiden Hauptfaktoren, die beim Thema Hochwasserschutzkonzept eine Rolle spielen, zur Sprache. Anders als der Name vermuten lässt, geht es nicht allein um die Hochwasser-Ereignisse in der Region, sondern auch um die Starkregen-Ereignisse. Dass die in der jüngeren Vergangenheit deutlich zugenommen haben und uns auch in Zukunft häufiger als früher überraschen werden, stellte Schernikau klar heraus.

„Der Klimawandel ist in vollem Gange. Über den meisten Regionen ist eine Zunahme der Starkregen-Ereignisse zu verzeichnen. Starkregen kann überall passieren. Es gibt keine bevorzugten Gebiete. Und man kann es nicht vorhersagen.“

Weder Starkregen noch Hochwasser lasse sich verhindern. Gleichwohl gebe es sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Bereich Möglichkeiten, sich auf diese Situationen vorzubereiten. Dabei sei das im privaten Bereich nicht nur ratsam, sondern nach dem Wasserhaushaltsgesetz auch Pflicht. Bei seinem kurzen Überblick zu den Möglichkeiten des Schutzes wies er auch auf entsprechende Elementar-Versicherungen hin, mit denen die - häufig immensen - Schäden, die diese Naturausbrüche meist nach sich ziehen, zumindest finanziell abgefedert werden können. „Hochwasserschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Betroffenen, Kommunen und dem Staat“, betonte Schernikau.

Frank Hömme und Volker Thesen vom Planungsbüro Hömme aus Pölich, das den Prozess in den kommenden zwei Jahren fachlich begleitet, erläuterten, wie die Bürgerinnen und Bürger über Workshops einbezogen werden und wie die Ergebnisse aller Workshops, Ortsbegehungen, Gespräche mit Fachbehörden, Vertretern der Ortsgemeinden und der Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeindeverwaltung in ein Konzept einfließen. Alle in den Workshops gemachten Vorschläge würden auf ihre Tauglichkeit hin geprüft und aufgearbeitet, versprach Projektleiter Volker Thesen. Im finalen Konzept würden Verantwortlichkeiten und entsprechende Zeiträume klar definiert.

Bürgermeister Jürgen Dixius war positiv überrascht über den starken Zuspruch zur Auftaktveranstaltung und sagte: „Ich bin froh, dass sich so viele für das Thema interessieren, denn Sie alle sind Multiplikatoren. Ich möchte dazu motivieren, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Für die Ortsgemeinden ist es ohnehin ein Muss.“

Der erste Workshop für die Ortsgemeinden Ayl, Irsch und Ockfen ist am 16. April im Bürgerhaus in Irsch. Bis Mitte 2019 sind Workshop-Termine in weiteren Ortsgemeinden bereits festgelegt.

Alle Termine finden Interessierte auf der Internetseite vgsaarburg.hochwasserschutz-konzept.de. Auskünfte erteilt das Planungsbüro Hömme unter Telefon 06507/998830.

Um die Workshops auch personell optimal vorbereiten zu können, bittet das Planungsbüro um Anmeldung unter dieser Telefonnummer oder über diese Internetseite.