Freudenburg

Nach der Stadt Saarburg und der Ortsgemeinde Wincheringen ist Freudenburg mit mehr als 1730 Einwohnern drittgrößte Kommune in der Verbandsgemeinde (VG) Saarburg. Mit dem knapp 440 Meter hohen Eiderberg verfügt die Ortsgemeinde über die höchste Erhebung in der VG. Zudem ist der Eiderberg Naturschutzgebiet mit einer Vielfalt an Orchideenarten, die zu den interessantesten in Rheinland-Pfalz zählt. 1080 Hektar Fläche gehören zu Freudenburg und dem Ortsteil Kollesleuken, davon allein 400 Hektar Wald. Der historische Ort mit der Burgruine aus dem 14. Jahrhundert und der Stadtmauer liegt auf dem Saargau, an der Viezroute, zwischen Trassem im Tal und Kirf auf der Höhe. Durch die Süd-West-Lage haben die Einwohner das Glück, bei guten Wetterverhältnissen von morgens bis abends Sonne genießen zu können.

Bis Ende der 80er Jahre war Freudenburg landwirtschaftlich geprägt. Heute gibt es keinen Haupterwerbs-Landwirt mehr, jedoch noch zwei im Nebenerwerb. Traditionell waren die Freudenburger immer auch Richtung Saarland orientiert: Viele waren oder sind beim großen Keramikhersteller Villeroy & Boch im nur sieben Kilometer entfernten Mettlach beschäftigt, andere früher in der Dillinger Hütte.

Arbeitsplätze stehen auch im Ort bereit. Mit etwa 45 Betrieben und Geschäften - darunter unter anderem ein Metzger, ein Bäcker, zwei Gaststätten, ein großes Möbelgeschäft, drei Autowerkstätten und einige Baugewerbefirmen - bietet der Ort gleichermaßen Beschäftigungsmöglichkeiten wie eine überdurchschnittlich gute Infrastruktur. Kindertagesstätte und Grundschule liegen mitten im Ort und sind aus den in den vergangenen Jahren fleißig erschlossenen Neubaugebieten zu Fuß zu erreichen.

Ortsbürgermeister Bernd Gödert schätzt es, dass die Neubaugebiete den Ortskern durch ihre zentrale Ansiedlung abrunden. Für ihn ist der Ort – im doppelten Sinne - eine Einheit, der seine dörflichen Strukturen beibehalten hat. „Die Freudenburger sind unheimlich aktiv. Wenn Hilfe gefragt ist, wird nicht lange geredet, sondern gehandelt“, lobt er. Vieles werde aus Eigeninitiative auf die Beine gestellt – so wie die wöchentlichen Seniorenkaffees oder die Neugestaltung des Mühlenplatzes samt Mühlrad in Kollesleuken, der im Sommer 2014 eingeweiht wurde.

Angebote für alle Altersgruppen und eine sehr gute Jugendarbeit bieten nach Auskunft des Ortsbürgermeisters die rund 15 Vereine. Eine Institution und ein Magnet für Konzertfans aus der gesamten Region ist Manfred Webers Ducsaal. Seit mehr als 30 Jahren holt der passionierte Clubchef, der im Hauptberuf nichts mit Musik zu tun hat, namhafte Bands aus der ganzen Welt auf die Bühne seines von ihm umgebauten Elternhauses in der Ortsmitte. Das Angebot, die Lage und die Menschen machen für Bernd Gödert den besonderen Reiz an Freudenburg aus: „Ich bin hier sehr gerne Ortsbürgermeister, weil man sich auf die Menschen verlassen kann.“

Zur Internetseite der Ortsgemeinde: www.freudenburg.de