Kirf

Felder und Wiesen, so weit das Auge reicht – das ist das dominierende Bild in der Ortsgemeinde Kirf auf dem Saargau. Das etwas über 800 Einwohner zählende Dorf mit den Ortsteilen Beuren und Meurich ist von jeher landwirtschaftlich geprägt. Auch heute noch gibt es dort fünf größere landwirtschaftliche Betriebe. Natur und kleine Neubaugebiete sind die markanten Kennzeichen von Kirf, Beuren und Meurich. Darüber hinaus sind es die elf Windräder, die vor vielen Jahren auf dem Höhenzug errichtet wurden und womit Kirf bislang eine Ausnahme innerhalb der Verbandsgemeinde darstellt.

Das Ortsbild von Kirf ist geprägt durch die katholische Pfarrkirche St. Remigius und das gegenüberliegende Kriegerdenkmal für die gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege.

Geschäfte für den täglichen Bedarf gibt es nicht, stattdessen fahren ein Bäcker und ein Lebensmittelhändler mehrmals in der Woche die Ortsgemeinde an. Auch Gewerbebetriebe gibt es nur wenige. Kirf ist eine reine Wohngemeinde. Viele in Luxemburg Beschäftigte sind wegen der Nähe zur Grenze in den Ort gezogen. Manche dieser Luxemburg-Pendler integrierten sich gut, andere lebten eher zurückgezogen vom Gemeindeleben, stellt Ortsbürgermeister Josef Krug fest.

Für ihn ist die besondere Gemeinschaft in und unter den acht Vereinen herausragend in Kirf. Sie seien sehr aktiv und eindeutig auch ein Anlaufpunkt für die Jugend. Gerade der Musik- und der Sportverein kümmerten sich vorbildlich um den Nachwuchs und bildeten sehr gut aus. Wer neu nach Kirf zieht, solle so schnell wie möglich Mitglied in einem Verein werden, lautet Krugs Empfehlung. So habe er selbst auch sehr schnell Anschluss gefunden, als er 1972 in den Ort zog.

Die vielen Wanderwege, wie etwa Maria Croon- oder Pilgerweg, nennt Krug als Bereicherung. Auch der Angelweiher im Tal zwischen Kirf und Freudenburg werde sehr gut angenommen und sei Ausflugsziel zahlreicher Besucher aus dem benachbarten Saarland und Luxemburg.

Bekannt ist Kirf für die 1891 in Meurich geborene und 1983 im saarländischen Britten verstorbene Heimatdichterin Maria Croon. Die ländliche Abgeschiedenheit – die auch heute noch den Ort prägt und die die Kirfer schätzen - bezeichnete sie als Idyll. Trotz mehrerer Umzüge hing sie zeitlebens an ihrer Heimat und wurde ihrem Wunsch entsprechend in Meurich beerdigt. Ihr zu Ehren ist der Wanderweg von Meurich Richtung Kollesleuken benannt sowie ein Brunnen in ihrem Geburtsort.