Ockfen

Breite Weinbergshänge auf der einen Seite, Flur und Wiesen auf der anderen Seite und mittendrin das Dorf: so präsentiert sich Ockfen, der Weinort am Ockfener Bach, in einem Seitental der Saar. Eine lange Straße führt hindurch, und die Häuser liegen konzentriert im Ortskern beziehungsweise im Hang Richtung Weinberge. Mehr als 620 Menschen wohnen in Ockfen, viele von ihnen bereits ihr Leben lang. Die Ockfener sind stolz auf ihr Dorf und bilden eine starke Gemeinschaft.

„Wir haben ein intaktes Dorfleben, hier macht jeder mit“, beschreibt Ortsbürgermeister Gerd Benzmüller. Er selbst ist in Ockfen aufgewachsen, will von dort nicht mehr weg. Was er schätzt, sei das, was auch viele andere Ockfener positiv betonten: die Lage des Ortes, die überschaubare Größe, die Natur mit ihren Wandermöglichkeiten, das intakte Dorfleben, ein umfangreicher Veranstaltungskalender. Für ihn steht fest: „Wir leben hier in einer Weinkulturlandschaft, die Potenzial hat und die wir unbedingt erhalten müssen.“

Vier Haupterwerbs- und drei Nebenerwerbswinzer zählt Ockfen. Dazu kommen rund zwölf der renommiertesten Weingüter von Mosel und Saar, die mittlerweile Parzellen der Lage „Ockfener Bockstein“ und „Ockfener Geisberg“ rekultivieren und bewirtschaften. Wein und Wandern, auch in der Kombination, spielt eine zunehmend größere Rolle im und für den Ort.

Mit einem Hotel-Restaurant und Weingut am Ortseingang und seinen 50 Betten sowie mehreren privat angebotenen Ferienwohnungen ist der Ort zur Saison Anlaufstation für (Fahrrad- und Wander-)Touristen.

Ein Neubaugebiet hat Ockfen nicht, auch keine Geschäfte. Stattdessen fahren zwei Bäcker und ein rollender Lebensmittelladen das Dorf an. Die jüngsten Ockfener besuchen benachbarte Grundschulen und Kindergärten. Vereine wie der Angelsportverein, Skatclub, Campingclub, Musik- oder Sportverein ziehen nach wie vor zahlreiche Menschen aus dem Ort an.

Eine Besonderheit in Ockfen ist das mitten im Ort gelegene Wohnheim der Lebenshilfe Trier-Saarburg e.V. in der ehemaligen Abtei St. Martin. 17 Menschen mit geistiger Behinderung leben seit 2009 in kleinen Appartments der liebevoll umgebauten Anlage. Im Dorf sind sie längst integriert, sind bekannt durch Alltags-Begegnungen mit den Einwohnern. Sie besuchen Veranstaltungen im Ort, so wie auch die Ockfener etwa zum Herbst- oder Weihnachtsmarkt im Hof des Wohnheims mit den Bewohnern gemeinsam feiern. „Wir sind froh, dass wir diese Menschen bei uns haben“, sagt Gerd Benzmüller. „Das ist gelebte Inklusion.“

Zur Internetseite der Ortsgemeinde: www.ockfen.com